Chronik2020-01-10T11:39:01+01:00

1902

Das Gründungsjahr der 1. Feuerwehr in Groß-Buchholz

Das Gründungsjahr der 1. Feuerwehr in Groß-Buchholz. Im damaligen Dorf Groß-Buchholz taten sich die Landwirte Heinrich Krull, Heinrich Luttermann und Wilhelm Meyer und die Handwerksmeister Wilhelm Jürgens und Fritz Selle zusammen, um „beherzt und mit Freiwilligkeit die Mitmenschen vor Feuersbrünsten zu schützen“. Innerhalb kurzer Zeit waren es 43 Bürger, die sich freiwillig der Aufgabe stellten, den Dorfbewohner in Groß-Buchholz in Not und Gefahr zu helfen. Es wurde ein erstes Löschgerät angeschafft: eine Handdruckspritze. Diese wurde im ersten Spritzenhaus der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Buchholz – einem massiven Schuppen in der Pinkenburger Straße 9E – untergestellt.

1907

Das frühe Aus der Wehr

Nach der Eingemeindung nach Hannover löste sich unsere Wehr auf. Unsere Kameraden
wollten sich nicht dem Kommando der Berufsfeuerwehr Hannover unterstellen. Der
Wiederstand ging so weit, dass die Feuerwehrgerätschaften vor Ort vor dem Zugriff der
Hannoverschen Feuerwehr versteckt wurden. Die verbliebenen sieben Mitglieder waren
nicht mehr einsatzbereit, sodass Ratswachtmeister August Wollenweber von der Stadt
eingesetzt wurde, um eine Pflichtfeuerwehr aufzubauen.

1920

Wiedergründung der Freiwilligen Feuerwehr Groß-Buchholz

Nach dem ersten Weltkrieg war es ein Bürgerverein, der die Wiedergründung der Wehr vorantrieb. Während einer Versammlung im Gasthaus Wiese in der Silberstraße wurde die Freiwillige Feuerwehr Groß-Buchholz schließlich wiederbelebt. 53 Männer – darunter auch unsere Gründer – wirkten hier mit. Es wurden Brände in Wohnhäusern, Stallungen und dem Altwarmbüchener Moor gelöscht und in den folgenden Jahren fanden immer mehr junge Männer den Weg in unsere freiwillige Feuerwehr. Die Alarmierung erfolgte damals durch Radfahrer, die in ein Horn blasen mussten.

1930

Auflösung der Eigenständigkeit

Vor dem zweiten Weltkrieg wurden alle freiwilligen Feuerwehren als selbstständige
Einheiten aufgelöst und zur Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Hannover zusammengeführt.
Die Freiwillige Feuerwehr Groß-Buchholz war somit nur noch ein Löschbezirk unter dem
damaligen Wehrführer und Gründer Heinrich Krull. 1934 erfolgte der Umzug in das neue
Spritzen- bzw. Gerätehaus an der Groß-Buchholzer-Straße auf dem Hof Gehrke. Die
Ausbildung der Kameraden erfolgte zunehmend militärischer und der Dienst wurde in der
Feuerlösch- bzw. Feuerschutzpolizei absolviert.

1940

Führungswechsel und Wiederaufbau nach dem Krieg

Im Jahr 1940 gab der Gründer und Wehrführer Heinrich Krull sein Amt an Hermann Blume
ab. In der Zeit des Krieges wurden zahlreiche Einsätze von nur wenigen Kameraden geleistet.
1945 nach Kriegsende aktivierten BrD Rietzel, BrlnG Dietrich und OBM Rürup den
Löschbezirk Groß-Buchholz wieder.

1950

erneuter Standortwechsel und moderne Gerätschaften

Der Umzug in das dritte Gerätehaus in der Silberstraße 10 fand statt. Nun gab es das erste
motorisierte Löschfahrzeug der Marke Phänomen. Außerdem wurde die nun wieder 25
Mann starke Wehr verstärkt durch Sirenengeheul zu ihren Einsätzen bei Moorbränden und
auflodernden Müllkippen alarmiert. Auch in der Führung gab es Veränderungen: Heinrich
Köhler übernahm die kommissarische Führung bis zur Wahl von Walter Nolte.

1960

alles neu…

Bis 1966 stand die der Löschbezirk der Freiwilligen Feuerwehr Buchholz unter der Leitung
von Gerhard Schirner. Gemeinsam mit den Wehren Kirchrode und Wülfel bildete sich der 1.
Zug der Freiwilligen Feuerwehr Hannover. In dieser Zeit wurde auch ein neues, viertes
Gerätehaus bezogen, in der Pinkenburger Straße 4. Mit dem neuen Feuerwehrhaus gab es
auch ein neues Löschfahrzeug: das LF 8 auf einem Hanomag-Fahrgestell.

1969

Großeinsatz Wollwäscherei Döhren

1971

Das 3. Löschfahrzeug

Ein Mercedes 408, wurde durch Stadtbrandmeister Bohlke übergeben.

1972

1972 – die Jugend zieht ein

Gerhard Schirner wurde von Werner Seebaum abgelöst. Unter seiner Führung wurde 1972
von Detlef Weinert eine Jugendgruppe gegründet und die Wehr bekommt zwei weitere
Fahrzeuge vom Bund zugwiesen: die Tanklöschfahrzeuge TLF8_MB Unimog 404 S. In dieser
Zeit leistete die Freiwillige Feuerwehr Groß-Buchholz auch ihre größten Einsätze.

Großeinsatz während des Jahrhundertsturmes

1974

1974 – Gebietsreform und Kommandowechsel

1974 wurde der fünfte Brandschutzabschnitt der Stadt Hannover gebildet, bestehend aus
den Freiwilligen Feuerwehren Groß-Buchholz, Anderten und Misburg.
Auch technisch gab es Neuerungen: neben der Sirene wurde nun auch per Telefon alarmiert.
Werner Seebaum wurde in diesem Jahr von Wilfried Fricke als Löschbezirksführer abgelöst.

1975

Großeinsatz Kämmerei in Döhren

Waldbrandkatastrophe in Gifhorn

1976

Großeinsatz Waldbrandkatastrophe in Lutterloh

1977

1977 – 75jähriges Bestehen der Groß-Buchholzer Wehr

Gefeiert wurde mit einem Zeltfest auf dem Festplatz an der Groß-Buchholzer Straße
Nun wurden samstags auch regelmäßig Einsatz- und Fortbildungsdienste auf den Wachen
der Berufsfeuerwehr Hannover abgeleistet. Die Buchholzer Kameraden rückten nun
gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr zu Einsätzen aus.

1979

Wilfried Fricke wurde von Arnold Hartmann als Löschbezirksführer abgelöst.
Stellvertreter wurde Andreas Irmscher.