Pressebericht 04.02.2010

Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD) Niedersachsen entschärften heute zwischen 20:50 Uhr und 21:20 Uhr eine am frühen Nachmittag bei Bauarbeiten im Zoo Hannover gefundene 5-Zentner-Fliegerbombe amerikanischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die in einem Sicherheitsradius von 1.000 m um die Fundstelle wohnenden circa 1.200 Einwohnerinnen und Einwohner des Stadtteils Zoo mussten ab 18:00 Uhr ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Die Evakuierung konnte gegen 20:45 Uhr ohne nennenswerte Probleme abgeschlossen werden.

Die in der Eilenriedehalle, Theodor-Heuss-Platz 1, eingerichtete Betreuungsstelle wurde von 200 Bürgerinnen frequentiert. 25 Personen mussten mit Krankentransportwagen von ihren Wohnungen abgeholt werden. Die Bevölkerung wurde in der Betreuungsstelle mit warmen Mahlzeiten sowie Kalt- und Warmgetränken versorgt. Vier indische Hotelgäste wurden sogar mit vegetarischem Essen versorgt.

Für die Entschärfung der Bombe wurde der Messeschnellweg zwischen den Anschlussstellen Pferdeturm und Weidetor in beide Fahrtrichtungen vorübergehend voll gesperrt.

Die Bombenfundstelle im Zoo wurde für die Entschärfung vorsorglich mit 52 Großpackbehältern, die jeweils mit 1,5 Tonnen Sand gefüllt waren, verbaut. Der Zoo Hannover wurde bereits am frühen Nachmittag nach Bekanntwerden des Bombenfundes komplett geschlossen. Die Tiere wurden von den Zoomitarbeitern in ihre Stallungen verbracht, wo sie auch verbleiben konnten, da sich zwischen diesen und der Bombenfundstelle ein hoher Erdwall befindet.

Die Rückführung der Bevölkerung nach erfolgreicher Entschärfung der Bombe um 21:20 Uhr verlief ebenfalls ohne besondere Vorkommnisse.

Im Einsatz waren heute insgesamt 371 Einsatzkräfte, davon 141 von Feuerwehr und Rettungsdienst und 230 von der Polizei.

Beim Bürgertelefon von Feuerwehr und Polizei gingen bis 21.30 Uhr circa 500 Anrufe ein.
 
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